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Antike Reste des Asklepion auf Kos

Von Kos Redaktion | 23.June 2011

Die bedeutendste archäologische Sehenswürdigkeit der Insel Kos, das Asklepion, liegt nur 5 km von der Inselhauptstadt entfernt zu Füßendes Dikeos-Massivs. Im Asklepion umfängt den Besucher noch immer die Atmosphäre eines Kurparks. Ringsum stehen grüne Pinien, in denen Zikaden ihr stetes Lied singen, der Blick fällt über grüne Oliven- und Feigenhaine auf die Küste und übers Meer auf die nahe, gegenüberliegende Türkei mit ihren bizarren Bergzügen. Die Zufahrt vom Dorf Platani aus säumen Zypressen.

Geschichte

Gegründet wurde das Heiligtum und Kurzentrum Mitte des 4. Jh. v.Chr., also vor etwa 2350 Jahren. Es ist Äskulap, dem Gott der Heilkunst, geweiht. Im Laufe von über 900 Jahren kam es mehrfach zu Erweiterungen und baulichen Änderungen, bis dann im Jahr 554 ein Erdbeben die gesamte Anlage verwüstete. Regen spülte Erde und Schlamm über die antiken Trümmer.

Was herausschaute, wurde im Mittelalter als kostengünstiges Baumaterial weiterverwendet. 1902 lokalisierte der deutsche Archäologe Rudolf Herzog das Heiligtum und begann mit seiner Freilegung, die die Italiener in den 1929er und 1930er Jahren fortsetzten und durch Rekonstruktionen ergänzten, die im wesentlichen den Bauzustand des Hellenismus und der Römerzeit präsentieren.

Was im Asklipion früher geschah

Kos war in der Antike ja als Heimat des berühmten Arztes Hippokratesberühmt, der auf der Insel auch eine Art medizinische Universität gegründet hatte. Dadurch gab es hier viele Ärzte. So gründete man das Heiligtum, um medizinischen Unterricht und ärztliche Kunst unter den besonderen Schutz des Heilgottes Äskulap und des ebenfalls für die Medizin zuständigen Gottes Apollo zu stellen. Menschen aus dem gesamten Mittelmeerraum pilgerten Jahrhunderte lang hierher, um sich von den Ärzten mit Hilfe der Götter beraten und heilen zu lassen. Sogar Operationen konnten durchgeführt werden. Zumindest einige Kurgäste konnten im Heiligtum wohnen. Alle brachten in seinen Tempeln Opfer dar, die meisten legten sich in einer Heilschlafhalle nieder, um im Traum eine Vision zu erhalten, die die Ärzte als Diagnose des Gottes interpretieren konnten. Wer geheilt wurde, hinterließ oft wertvolle Spenden, stiftete Brunnen und Statuen.

Rundgang im Asklepion

Das Asklepion ist deutlich in drei große Terrassen gegliedert, die durch breite Freitreppen miteinander verbunden sind. Die unterste Terrasse diente dem eigentlichen Kurbetrieb. Sie war auf drei Seiten von Wandelhallen umgeben. Auf der vierten Seite entsprangen die Mineralquellen, die für Trink- und Badekuren genutzt wurden.

Die mittlere und obere Terrasse bildete dann mit ihren Altären und Tempeln den Kultbezirk des Heiligtums. Hier setzte sozusagen die psychosomatische Behandlung an, hier konnten die Kurgäste den Göttern ihre Opfer und den Priestern ihre Weihegaben fürs Heiligtum darbringen. Statuen standen unter freiem Himmel, hervorragende Maler ihrer Zeit schmückten die Tempel aus.
Auf der obersten Terrasse stand auch der große Äskulap-Tempel, von dem aus der Blick über die archäologische Stätte und aufs Meer besonders fotogen ist.

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